Eine gerechte Gesellschaft

Ich bin nicht so recht zufrieden mit meinem letzten Blogbeitrag („Was ist gerecht?“), (und einige meiner Leser auch nicht) weil er nicht versucht, von der Zukunft zu kommen, sondern als Kritik am heutigen Zustand beginnt. Wie also könnte eine menschliche Gesellschaft aussehen?

Jeder Mensch, der hier auf die Erde kommt, ist eine Bereicherung, und nicht nur für seine Eltern. Er ist hier gewollt, erwünscht und wird gefördert und umsorgt. Da die Erde überreich ist in allem, was sie hervorbringt, ist es gar keine Frage, dass das neue Leben mit allen, was es braucht, versorgt wird, ganz unabhängig davon, ob seine Eltern reich oder arm sind, denn es ist ein selbständiges, unabhängiges Leben, es ist Teil der Zukunft.

Wenn das Kind dann erwachsen wird, kann es tuen und lassen, was es will, es bekommt eine Grundversorgung, die ihm ein sorgenfreies Leben ermöglicht, denn wer kann schon sagen, welches Handeln der Gesellschaft nützlich ist oder nicht. Wissen wir, welchen Beitrag zum Beispiel Nonnen und Mönche mit ihrer Lebensweise für die Gesellschaft beitragen? Welche Bedeutung Obdachlose für unsere Gesellschaft haben, die uns aufzeigen, dass es ein Leben außerhalb der Leistungsgesellschaft gibt? Sollen wir nicht auch Menschen unterstützen, die im Regelwerk der modernen Gesellschaft keinen Platz finden? Was ist mit all denen, die nach menschlicher Weiterentwicklung suchen oder nach Gott? 

Ich will damit auf keinen Fall Schmarotzertum unterstützen, aber ich bin mir sicher, dass alle Menschen tief in ihrem Inneren auf der Suche nach Sinn in ihrem Leben sind. Menschen sind hier mit einer Aufgabe, einer universellen/spirituellen Aufgabe hergekommen, und diese ist es sicherlich nicht, Mehrwert zu schaffen.

Da der Planet uns alles gibt, ohne daran irgendwelche Bedingungen zu knüpfen, warum sollten wir das nicht auch so machen? Denn es ist genug da für jeden, wenn nicht einige von maßloser Gier besessen wären und so viel mehr für sich beanspruchen, als sie brauchen. Viele dieser Menschen haben ihre universelle Aufgabe schon längst vergessen.

Wir sollten menschliches Leben unterstützen in jeder Form.  Dann ist es auch egal, ob einer viel leisten kann oder wenig, ob er alt und krank oder behindert  ist, es spielt gar keine Rolle, denn es ist ja nicht unser Verdienst, gesund und leistungsfähig zu sein, sondern das ist eine Gnade, und was wollen wir denn noch?

Damit entfällt dann ein ganz großer Teil der Bürokratie, die auf nicht anderem als auf Misstrauen beruht und kaum etwas  anderes als eine ungeheure Zeitverschwendung ist, ein Moloch, der ständig wächst wie ein Krebsgeschwür und neue Ideen und Kreativität unterdrückt und Menschen kontrollieren will. 

Wenn wir das ganze Geld und die ganze Forschung, die heute in Rüstung, Werbung, Schmiergeld und andere zweifelhafte Dinge gesteckt werden, benutzen würden, um für alle Menschen eine gute Grundlage für menschliches Leben zu schaffen…? Das wäre auf jeden Fall effektiver als die Spirale von Aufrüstung und Gegenaufrüstung weiter zu treiben. Die Erde könnte das Paradies sein, welche sie heute schon ist. Wir müssen dafür nur aufhören, um uns selbst zu kreisen, oder es wie unser Planet tun, der durchaus um sich selbst kreist, aber auch um etwas viel Größeres.

Ein Gedanke zu “Eine gerechte Gesellschaft

  1. hallo willy. das ist ein schöner beitrag. allerdings finde ich das „schmarotzer“ sehr problematisch. denn damit wird indiziert, das sich jemand(egal ob weiblich oder männlich) auf kosten anderer durchs leben bringt. sowas kann bedeuten, das die Person aufgefordert ist, eine Leistung zu erbringen. natürlich ist klar, das es ohne eine Gemeinschaft nicht geht. allerdings stellt sich die frage, wie die Gemeinschaft aussieht. ist geldverdienen oberstes ziel?? oder die Einheit zwischen Mensch und Natur?? oder ist wissenserwerb das höchste ziehl?? die formen sind sicher vielfältig und unser planet kann lange mit sehr vielen leben. daher gibt es auch sehr unterschiedliche werte und Kulturen. und der Wettstreit dieser Kulturen fördert die Evolution. denn dann zeigt sich, was bestand hat und was nicht. und vielleicht ist die Person, welche „schmarotzt“; ganz einfach nur jemand,, der einen anderen Weg geht und daher nicht passt. aber deswegen ist er trozdem ein Mitglied unserer Spezies mit allen hilfen und Unterstützung, die unser planet bietet. denn jeder mensch ist geliebt und gewollt, selbst wenn es manchmal nicht danach aussieht. ich bin davon überzeugt, das es unsere wichstigste aufgabe ist, dafür zu sorgen, das jeder die Möglichkeit hat, in liebe und Sicherheit seine Erfahrungen zu machen und seinen weg zu suchen und finden. dann wird unsere welt sehr reich.

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