Alltägliche Wunder

Wir sind umgeben von Wundern und sehen sie nicht, weil sie so alltäglich sind und wir sind damit so vertraut, dass wir sie nicht mehr als das ansehen, was sie sind: Wunder.

Dabei könnte unser Leben durch diese Wunder so sehr bereichert werden.

Betrachten wir zum Beispiel eine Rose oder auch jede andere Blume. Da kommt ein grüner Stängel aus der Erde, mit ein paar grünen Blättern daran und ein paar Verdickungen am Ende. Ist die Pflanze vielleicht krank? Und an einem Punkt geschieht das Wunder, die Verdickung bricht auf und es entfaltet sich ein Blüten, Formen und Farbenmeer – eines der unzähligen Wunder, die uns täglich umgeben.

Unser Nachbar ist auch so ein Wunder, egal ob wir ihn mögen oder nicht. Er hat, wie wir alle, mal ganz klein angefangen, mit einer Eizelle und einer Samenzelle. Dieser Anfang war so winzig, dass man ein Mikroskop brauchte, um überhaupt etwas zu erkennen. Daraus ist ein Mensch entstanden, der ganz viele Möglichkeiten hat, der sprechen und kommunizieren kann, vielleicht kann er sogar singen und musizieren und tausenderlei Dinge mehr, von denen wir nichts wissen.

Ganz normal, trotzdem ein Wunder, denn wir wissen nicht, wie das geschehen ist. Das wir es normal finden, hilft uns im alltäglichen Leben. Ich kann ja nicht ständig stehen bleiben und all die Wunder um mich herum bewundern – aber wir sollten uns schon hin und wieder klar machen, dass wir besser wieder wie die Kinder werden, die noch staunend und offen in die Welt um sich herum geblickt haben – neugierig und suchend, voller Fragen und mit leuchtenden, staunenden Augen, in einer Welt voller Wunder.