Das wird jetzt vielleicht schwierig. Es geht um ein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt, an das ich mich aber bisher nicht getraut habe. Heute traue ich mich, weil es danach ruft, gesagt zu werden.
Ich muss hier von vornerein erklären, dass ich diesen Blog nicht neutral schreiben kann, einfach weil ich ein Mann bin und damit automatisch eine männliche Sicht auf die Dinge habe. Und das führt uns gleich hinein in ein riesiges Minenfeld, weil niemand zu diesem Thema neutral ist und es auch – wahrscheinlich – niemand seien kann. Denn es ist nun mal so, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind.
Eigentlich ist das völlig klar und offensichtlich. Das Erste, was wir von einer weit entfernten Person erkennen, ist ihr Geschlecht. Noch bevor wir wissen, ob Freund oder Feind, alt oder jung, schwarz oder weiß, wir wissen, ob es ein Mann oder eine Frau ist. Es scheint also von vorrangiger Wichtigkeit für uns zu sein.
Und dieses, Mann oder Frau zu sein, ist wohl dass, was uns am stärksten prägt. Von Anfang an, unabhängig von Erziehung. Männer und Frauen sind zum Glück nicht gleich, sonst wäre das Leben auf dieser Erde schon lange ausgestorben (und langweilig wäre es m. E.außerdem). Denn es braucht zwingend beide Teile, damit das Leben weiter geht. Und zwar nicht getrennt, sondern verbunden. Eigentlich ist das ganz einfach. Wir sehen es ständig vor unseren Augen. Tag und Nacht sind nicht gleich. Sie sind sehr unterschiedlich und erfüllen verschiedene Funktionen. Das heißt aber in keiner Weise, dass der Tag der Nacht überlegen ist oder umgekehrt. Sie sind völlig gleichberechtigt und beide sind in ihren Funktionen unentbehrlich.
Wenn wir eine menschliche Zukunft haben wollen, kann das nur gehen, wenn wir den tausende von Jahren bestehenden Krieg zwischen den Geschlechtern endlich beenden. Dafür müssen wir verstehen, dass Männer und Frauen so unterschiedlich sind, wie sie eben sind. Für uns Männer sind und bleiben Frauen immer ein Mysterium. Das heißt nicht, dass wir nicht versuchen sollten, sie zu verstehen. Aber wir können das Verstehen nicht erzwingen, ohne Frauen einzuzwängen in den Rahmen unseres eigenen Verständnisses, und das allein heißt schon Einschränkung und Unterdrückung.
Wir können wunderbar mit dem Mysterium leben, wenn wir Respekt haben für das Geheimnis des anderen Geschlechts und es so annehmen, wie es ist. Die Zukunft kann nur eine Partnerschaft von Mann und Frau sein. Beginnen können wir jedoch damit schon heute.
Die Zukunft gehört den Staunenden, nicht den Erstarrten, Verhärteten, die aus ihrer Rolle nicht herauskommen. Männer und Frauen sind zwei Ausdrücke des einen Lebens, warum sollten wir uns gegenseitig hindern, belästigen, unterdrücken? Eine gleichberechtigte Partnerschaft mit gegenseitigem Respekt, Achtung und Unterstützung ist der einzig gangbare Weg in eine bessere menschliche Zukunft.