Zukunft gestalten

Es ist schon seltsam, aber Teile der jungen Generation („Fridays for Future“) scheinen etwas verstanden zu haben, was noch nicht von vielen verstanden worden ist: Die Zukunft liegt in unserer Hand, nicht in der Hand der sogenannten „Mächtigen“, die oft nur Opfer ihres Machtwillens sind und nicht mehr freie Menschen, auch nicht in der Hand von Reichen und Superreichen, die in ihrer Gier nach immer mehr Reichtum gefangen sind. Sie haben keine Idee von der Zukunft, oder nur eine selbstbezogene Vorstellung davon. (Auf den Mars reisen ist nun mal keine Option für die Menschheit.)

Die Zukunft gehört denjenigen, die sie gestalten. Und wir Menschen sind mittlerweile so weit emanzipiert von den unmittelbaren Zwängen der Natur, dass uns das möglich ist. Es erfordert allerdings ein anderes Denken: Wir müssen von der Zukunft her denken – d.h. wir müssen uns selbst fragen, „Was bedeuten unsere Handlungen für die Zukunft?“ Welche Weichen stellen wir für die nachfolgenden Generationen? Was will ich sein oder werden? Was wollen wir sein oder werden? Eine Hoffnung für die Zukunft oder die Totengräber für alles menschliche Leben auf diesem Planeten?

Dabei meine ich aber nicht nur unseren übermäßigen Verbrauch an Energien, Rohstoffen und Ressourcen. Es ist ebenso die Frage nach menschlichen Qualitäten. Wollen wir unseren Kindern eine unmenschliche Welt ohne Liebe, Wärme, Ehre und Respekt hinterlassen? Was ist mit der Ethik, den Fragen nach Sinn? Wir können persönlich vielleicht wenig tun, um die physische Verschmutzung der Erde zu verhindern, aber wir können alle unseren Teil dazu beitragen, das menschliche Werte erhalten bleiben und wachsen können, indem wir diese in die Welt tragen. Ein Lächeln für die gestresste Kassiererin im Supermarkt, ein freundliches Wort für jemand, der es braucht, konkrete Hilfe für jemanden in Not.

Aber auch einmal unsere eigenen Beschränkungen überwinden, mutig sein und vertrauen. Denn Zukunft braucht Mut.

Wir glauben oft nicht, dass das was wir selbst tuen etwas bewirkt, weil so etwas nicht in den Nachrichten erscheint, wir keinen Verdienstorden dafür bekommen und auch für die „sozialen“ Medien uninteressant ist. Aber es ist die „Erde“, aus der menschliche Qualitäten, Talente, Inspirationen und die Zukunft wachsen können. Nehmen wir uns alle ein wenig wichtiger! Was wir tun, zählt – für unser eigenes Leben, aber auch darüber hinaus.

Deshalb: Jeder Tag und jede Stunde für die Zukunft! (Aber Freitag ist ja schon mal ein Anfang)

Wir und die Zukunft

Heute habe ich mal eine Aufgabe für Euch. Nehmt mal ein Lexikon oder auch den Duden zur Hand und findet all die Worte, die es ohne uns Menschen nicht geben würde. Ganz schön viele, finde ich.

Warum das Ganze, fragt ihr euch? Vielleicht gibt diese Suche nach „menschlichen“ Wörtern ein ganz gutes Bild von dem, was wir Menschen hier auf der Erde für eine Rolle und Bedeutung haben.

Es gibt allerlei Filme, die zeigen, wie die Erde ohne Menschen aussehen würde, und es erscheint darin oft so, als wären wir diejenigen, die die ganze Idylle stören und zerstören. Das ist zwar leider auch wahr, aber nur eine Seite der Münze. Darum der Blick ins Lexikon, um mal zu sehen, was auf der menschlichen „Haben – und Sollseite“ so steht.

Ich fange schon mal an: Ohne Menschen keine Sprache, keine Schönheit, keine Moral und keine Dichtung; keine Musik, keine Philosophie oder Ehre…

Aber ich möchte ja nicht für euch die spannende Aufgabe lösen. Aber vielleicht sind diese paar Beispiele schon genug Hinweis darauf, dass Menschen so viel mehr sind als intelligente Affen. Wir Menschen sind der Schlüssel zur Evolution auf diesem Planeten. Dadurch dass wir die Freiheit zu wählen bekommen haben, sind wir herausgelöst aus den automatischen Prozessen und ständigen Wiederholungen, die planetarisch sind. Natürlich sind wir nicht völlig losgelöst davon und es wäre nicht besonders klug, diese Kreisläufe zu ignorieren, aber wir können diese Kreisläufe und Automatismen nutzen und sind keine Opfer davon.

Aber nur, wenn wir unser eigenes Potenzial und die der Menschheit innewohnenden Fähigkeiten und Möglichkeiten erkennen, entfalten und nutzen, können wir beitragen zum immerwährenden Prozess der Evolution.

Als zweiten Schritt können wir uns ja mal überlegen, welche Worte wir in einem Lexikon der Zukunft sehen möchten. Ich hoffe, dass Worte und Redensarten wie: „Gleichgewicht des Schreckens“, Atomkrieg, Tyrannei, Unterdrückung, Zwang, Missbrauch und Folter nicht im Wörterbuch der Zukunft stehen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Zukunft beeinflussen können, denn Zukunft ist nichts, was ohne uns geschieht. Was jetzt ist, können wir nur akzeptieren, aber für die Zukunft braucht es, dass wir Position beziehen, in dem, was wollen wir und welches Erbe wir den künftigen Generationen hinterlassen wollen.

Lob der Vielfalt

Es gibt auf dieser Erde so viele Dinge – unzählige Dinge – das wir nicht alles kennen können. Es übersteigt unsere (menschliche) Kapazität. Aber es wird noch „schlimmer“: All diese vielfältigen Dingen sind nicht gleich.

Versuchen Sie mal am Strand unter den Millionen von Muscheln zwei zu finden, die genau gleich sind: In Form, Farbe, Struktur, Größe, Zeichnung… Sie werden kein Glück haben.

Es ist ja bekannt, dass von all den Billionen von Schneeflocken, die vom Himmel fallen, keine einzige so aussieht wie eine andere. Jede Giraffe hat ihre einmalige Fellzeichnung. Kein Baum wächst wie ein anderer. Und wenn wir meinen, dass ein Ei aussieht wie das andere, haben wir nicht gründlich genug hingesehen. Es ist eine nicht endende Liste.

Was sich daraus ergibt ist, dass – zumindest hier auf der Erde – Vielfalt gewollt und gewünscht ist. Manche Menschen scheinen damit Schwierigkeiten zu haben. Sie hätten gerne eine bestimmte, selbst definierte Norm und betrachten andere als minderwertig, nicht gleichberechtigt oder sogar als nicht menschlich.

Dabei zeigt sich schon in unserem individuellen Fingerabdruck, das Individualität nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist.

Deshalb ist Freiheit so wichtig für uns Menschen. Wir sind hier, um unseren eigenen Weg zu finden. Das bedeutet nicht, egoistisch zu sein oder zu werden – ganz im Gegenteil. Wir können unseren eigenen Weg nur finden, wenn wir anderen auch das Recht auf ihren individuellen Weg erlauben. Das bedeutet dann rücksichtsvoll und respektvoll anderen gegenüber zu sein. Denn den Weg des Tyrannen sind schon viele vor uns gegangen, mit zweifelhaften Ergebnissen.

Freuen wir uns über die Mannigfaltigkeit der Dinge, die Vielfalt der möglichen Optionen, seien wir dankbar, dass es Menschen gibt, die durch ihre Andersartigkeit unser Leben bereichern und betrachten von Zeit zu Zeit unseren eigenen Fingerabdruck, der uns sagt, dass auch wir einmalig sind.

Respektvoll leben

Es gibt in Cornwall einige Menschen, die auf einer Farm zusammen leben und zum Teil auch zusammen arbeiten. Dieses Projekt trägt den Namen: „Living with Respect“ (Respektvoll leben).

Ich finde, das es uns und der Welt gut tun würde, wenn wir dieses „Motto“ für uns selbst übernehmen könnten. Und ich meine damit nicht die Angst – die sich gerne als Respekt tarnt. Die Angst vor etwas Großem und Schwierigen, oder vor jemandem, der vielleicht mächtiger ist als wir, sondern den Respekt, den wir allen Dingen entgegenbringen können, egal wie groß oder klein sie sind.

Respekt ist eine Eigenschaft, die uns als Menschen auszeichnet. In der Tierwelt gibt es diese Art von Respekt nicht. Denn Respekt ist nicht etwas Automatisches, wir Menschen können wählen, wie wir mit anderen Menschen, Tieren, Pflanzen und der Welt umgehen…

Die andere Seite ist, dass wir Menschen alle das (mehr oder weniger bewusste) innere Wissen in uns haben, dass wir etwas Besonderes hier auf der Erde sind, weil wir Fähigkeiten und Freiheiten haben, die Lichtjahre vom dem entfernt sind, was Tieren möglich und erlaubt ist.

Deshalb haben wir auch den tiefen Wunsch in uns, mit Respekt behandelt zu werden. Der Mangel an Respekt kann zu tiefen Verletzungen, zu Depressionen, zu Krankheit oder auch in die Kriminalität führen. In sofern liegt die „Gesundheit“ einer Gesellschaft in hohen Maß auch davon ab, ob wir unser Gegenüber mit Respekt behandeln oder nicht.

Das Gegenteil von Respekt – Verachtung – ist immer leicht und schnell zur Hand. Sie resultiert aber oft aus unserer eigenen Schwäche und Unsicherheit, aus unserer Unfähigkeit, Widersprüche auszuhalten. Dabei können wir unsere eigenen Ansichten und Wege haben, ohne dabei andere – mit abweichender Meinung und anderen Wegen – herab zu würdigen.

Viele Menschen fühlen sich ohnmächtig in dieser komplexen Welt, voller Bürokratie, Verordnungen und Gesetzen. Aber wir sind viel mächtiger als wir glauben. Uns und andere bewusst respektvoll zu behandeln ist ein Anfang, dessen Konsequenzen wir nicht abschätzen können.

Andererseits konfrontiert uns die Idee eines respektvollen Lebens mit unserer Lebenswirklichkeit. Die Art, wie wir Tiere halten und schlachten, hat kaum etwas mit Respekt zu tun. Die rücksichtslose Ausbeutung der Rohstoffe der Erde auch nicht. Die Art und Weise, wie wir Kinder erziehen, wie wir mit Kranken und Alten umgehen…

Respektvoll leben betrifft alle Bereiche unseres Lebens und hätte dramatische Auswirkungen. Aber wir können ja im Kleinen anfangen und uns die größere Veränderung wünschen, denn wir alle wollen ja gerne respektvoll behandelt werden.

Freiheit und Verantwortung

Es ist schon ein wenig komplexer mit uns Menschen. Wenn ein Reh – zum Beispiel – geboren wird, hat es keinerlei Wahl, als zum Reh zu werden. Das gleiche gilt für alle Tiere und Pflanzen. Sie können nichts anderes werden, als das, was sie sind.

Wir Menschen werden mit einer viel größeren Freiheit geboren. Natürlich wird aus einem kleinen Menschenbaby hoffentlich ein erwachsener Mensch. Soweit geht die Entwicklung automatisch. Darüber liegen bei uns Menschen jedoch verschiedene Ebenen, in denen wir frei sind. Wir können aus der großen Palette von dem, was Menschen möglich ist, einen Teilbereich wählen und zum Beispiel Architekt oder Gärtner werden.

Dann kommt unsere nächste Wahlmöglichkeit: Wir können uns entscheiden, in dem, was wir machen, gut zu werden oder auch, uns das Leben so einfach wie möglich zu machen. Wir können uns nützlich machen oder auf Kosten anderer leben.

Wir können uns sogar entscheiden, uns wie ein Tier zu benehmen. Das was für ein Tier in Ordnung und völlig natürlich ist, ist es für uns Menschen sicherlich nicht. Denn wir sind anders ausgestattet. Wir haben die Wahl, und damit auch die Verantwortung. Erst einmal für uns selbst. Nutzen wir unsere Gaben oder verzichten wir auf unser Geburtsrecht und folgen unseren Impulsen, unseren egoistischen Wünschen und den Verlockungen unserer Zeit? Folgen wir der Masse und den Trends, egal wohin?

Darüber liegt dann eine Ebene, die uns erst wirklich zum Menschen werden lässt. Da liegen die Fragen, die sich nur Menschen stellen können: Die Frage nach Sinn, die Frage nach unserer Aufgabe hier. Und das nicht nur für uns persönlich. Warum wurde uns Menschen die Möglichkeit der Reflektion über unser Tun und die Möglichkeit des Bewusstwerdens gegeben? Sind wir das Endprodukt der Evolution oder ist Evolution jetzt unsere Aufgabe? Wozu haben wir Freiheit bekommen? Vielleicht sind wir ja viel wichtiger als wir glauben, weil wir hier eine Aufgabe haben.

Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, sehen wir doch, dass die Epoche der Ausbeutung der Schätze und Vorräte dieses Planeten zu Ende ist.

Die Frage ist: Was soll sich ändern, wie wollen wir es anders machen? Wie können wir diesen Planeten heilen, damit er auch für künftige Generationen eine Heimat seien kann?

Das können wir nicht mit unserem Kopf allein herausbekommen, weil unser Gehirn nicht mit dem Unbekannten umgehen kann. Aber wir haben ja auch andere Systeme, die sich hineinfühlen und die Stimme der Zukunft hören können.

Wenn wir erkennen, dass Mensch zu sein kein Automatismus ist, sondern eine – unsere – lebenslange Aufgabe… Was würde sich verändern?

Die Verschwörungstheorie

Es gibt viele Verschwörungstheorien, die mehr oder weniger absurd klingen. Ihre gemeinsame Grundlage ist das Gefühl, dass Dinge nicht so richtig sind, wie sie uns gesagt und erzählt werden. Und das stimmt, die Dinge sind ganz anders, als wir meinen und komplett anders, als wir gelernt haben..

Die eigentliche Verschwörung ist die Herabwertung des Menschen zu einer ökonomischen Einheit. Oder anders gesagt, der universelle Grund, warum es hier Menschen gibt, der Sinn des Lebens, die spirituelle Komponente des Menschen wird einfach ausgeklammert, nicht erwähnt, nicht berücksichtig, negiert oder verächtlich gemacht.

Es ist aber keine Verschwörung in dem Sinne, dass einige etwas wissen und die anderen im Unklaren darüber lassen. Fast die ganze Menschheit ist davon betroffen.

Nur dieses Nichtwissen über den Stellenwert menschlichen Lebens im Universum führt dazu, dass Menschen als „Kanonenfutter“ missbraucht werden, das schon Kindern ihre Lebensperspektive geraubt wird, weil wir sie ausbeuten und missbrauchen, weil wir Menschen verhungern, verdursten und ertrinken lassen, anderen nicht den Freiraum geben, sich zu entwickeln und sich selbst zu finden.

Das führt auch dazu, dass wir diesen Planeten nicht als unseren Heimatplanet betrachten, der uns freundlich aufnimmt und uns versorgt: Dieser Planet ist unsere Schule, in der wir lernen können, wie man (richtig) lebt. Dieser Planet ist eine Schule des Lebens. Er kann uns so viel lehren. Deshalb hat er mannigfaltiges Leben hervorgebracht. Wir können hier jeden Tag die Wunder des Lebens erfahren, Anmut und Schönheit, den Kreislauf von Geburt und Sterben.

Stattdessen versuchen wir, uns die Erde untertan zu machen.(Auch wenn das so in der Bibel steht, dieser Satz ist falsch und verhängnisvoll.)

Wir beuten die Erde aus und stehlen dadurch unseren Kindern und den darauffolgenden Generationen die Zukunft, und was vielleicht noch schlimmer ist, wir reduzieren unser Leben um die Dimension Sinn.

Dabei ist das unsere innere große Sehnsucht: Wir suchen und brauchen Sinn in unserem Leben. Wir können dieses innere Streben nach Sinn zeitweise durch das Gefühl nützlich zu sein ausblenden und überschreiben. Aber diese Suche nach Sinn ist zutiefst mit unserer Existenz als Menschen verbunden.

In diesem Sinne sind alle Menschen gleich. Wir alle brauchen Luft, Wasser, Nahrung, Liebe und Schönheit. Wir brauchen die vier Elemente. Wir sind abhängig von der Beständigkeit unseres Herzschlags.

Und wir alle sind auf der Suche nach Sinn in unserem Leben, egal ob wir das wahrhaben wollen oder nicht.

Leben, oder funktionieren

Ich veröffentliche sehr viel weniger, als ich schreibe. Oft schreibe ich dann, wenn mich etwas bewegt, aufregt oder sogar erschüttert. Dann schreibe ich, lese es noch mal und entscheide mich dann gegen eine Veröffentlichung, weil es oft nichts zur „Problemlösung“ beiträgt, sondern nur zur allgemeinen Negativität.

Ich glaube, dass wir alle genug wissen, um zu erkennen, dass es kein „weiter so“ geben kann. Die Liste der Ungerechtigkeiten, Nöte, Schwierigkeiten und Dilemmas ist schier unendlich. Es gibt auch niemanden, weder Partei noch Ideologie, die uns rettet, auch  keinen technischen Fortschritt, auf den wir hoffen können, solange wir nicht fundamental umdenken. Es ist höchste Zeit für menschlichen Fortschritt.

Wir Menschen sind so wunderbar von Natur aus ausgestattet. In uns ist eine kleine Pumpe, die ca. 80 Jahre lang durchhält und sich dabei flexibel den jeweiligen Gegebenheiten anpasst. Kein Ingenieur auf der Welt kann etwas vergleichbares produzieren.

In unserem Kopf ist das wohl komplexeste Gebilde im Universum. Niemand weiß, wie es funktioniert, weil es eben nicht funktioniert, sondern lebt. Genau wie wir selbst, wir leben, sollen aber in diesem gesellschaftlichen System funktionieren. Das bewirkt, dass wir krank, depressiv und apathisch werden – oder unsensible, aggressiv und egoistisch.

Wir alle, jeder von uns, ist ein Unikat, einmalig und einzigartig. Das ist unser Potenzial! Es macht keinen Sinn, uns an anderen zu messen oder uns an anderen messen zu lassen. Vielleicht betrachten Sie mal öfter ihre Hände, mit ihrer eigenen Form, Struktur und Maserung, und wundern sich, warum Sie so einzigartig sind. (Sie und ihre Hände)

Das ist etwas was bleibt: All die Kontrolle und der Zwang zur Konformität wird nie verhindern, dass jedes Kind mit seinem eigenen Kennzeichen geboren wird. Wir alle sind zu groß für die Schubladen, in die man uns stecken will.

Es werden zur Zeit wieder Mauern und Grenzen errichtet. Was uns als Menschen verbindet, kann keine Grenze aufhalten. Wir alle teilen die selben Gefühle. Freude ist Freude, Trauer ist Trauer, Liebe ist Liebe, individuell gespürt, aber verbindend für alle Menschen.

Wir haben den gleichen Ursprung: Etwas, jemand… wollte das hier auf der Erde bewusste Wesen sind, um Zeuge zu sein für all die Wunder und den Zauber der Schöpfung – uns Menschen eben.

 

 

 

 

 

 

Nachricht

Vielleicht desillusioniere ich Sie/Euch durch das, was jetzt folgt:

Wir Menschen sind schwach, verletzlich, empfindsam und sterblich. Das ist die Wahrheit.

Durch die von uns entwickelten Techniken ist uns das nicht so sehr bewusst. Wir setzen uns in eine Kiste aus Blech, geben Gas und fahren mit 160 Stundenkilometer über die Autobahn. Alles was wir tun ist, den Fuß bewegen und am Lenkrad zu drehen. Das ist auch alles, was wir können. Alles andere macht die Technik für uns. Das Tragische dabei ist, es gibt uns ein falsches Gefühl über unsere Grenzen. Wir sind nicht für so hohe Geschwindigkeiten gemacht.

Wir fliegen durch die ganze Welt, dabei können wir gar nicht fliegen. Einige von uns konstruieren schon ein „Grundrecht“ auf Fliegen: Dabei fügt Fliegen uns und unserer Umwelt großen Schaden zu. Gibt es ein Grundrecht darauf, unserem Heimatplaneten Schaden zuzuführen?

Wir können alles mögliche überleben, denn unser System ist hoch flexibel und anpassungsfähig. Aber all das lenkt nur von dem ab, was wir Menschen wirklich sind: Einfühlsam, Mitfühlend, Sensibel…Das können wir uns auf der Autobahn bei „unmenschlichen“ Geschwindigkeiten gar nicht erlauben.

Es ist schon paradox: Wir Menschen sind zarte Wesen. Wir sind nicht mit Krallen, Stacheln oder einem Panzer ausgerüstet. Das soll wohl so sein. Aber wir fürchten uns deshalb und bauen Panzer, Mauern und Bunker, damit wir uns stark und unverletzlich fühlen können. .

Deshalb bewaffnen wir uns mit allerlei Dingen. Ich frage mich schon seit langem: Ist ein Mensch mit einem Gewehr in der Hand wirklich noch ein Mensch? Schließlich ist noch nie ein Mensch bewaffnet geboren worden. Vielleicht trotzdem noch Mensch, aber vom menschlichen Weg abgekommen?

Wir sollten erkennen, dass in unserer Schwäche unsere größte Kraft liegt. Wir können es nicht mit einem Löwen aufnehmen, der Gepard wird immer schneller laufen als wir. Jeder Fisch lacht über unsere Schwimmkünste. Aber wir küren Weltmeister in allen möglichen Disziplinen, ohne gegen die wahren Champions anzutreten.

Andererseits hat noch kein Elefant jemals ein Gedicht geschrieben, kein Affe Musik komponiert oder gespielt. Wenn wir wissen wollen, wer wir sind, sollten wir an unseren Ursprung – unsere Geburt – zurückgehen: Wir waren nackt, verletzlich, schutzbedürftig – aber mit dem absoluten Willen zu leben, zu lernen, voller Neugier auf diese Welt.

Nicht in unserer Panzerung,  in unserer Offenheit liegt unsere wahre Stärke.

P.S.: Wir haben den Gedanken an den Tod weitgehend aus unserem Alltag verbannt. Ich empfehle trotzdem mal darüber nachzudenken, was einmal auf unserem Grabstein stehen soll.

 

 

 

 

Woher kommt der Hass (Teil 2)

Was ich im ersten Teil geschrieben habe, ist natürlich nicht das ganze Bild, sondern ein (wichtiger) Aspekt. Im Teil 2 möchte ich einen anderen Aspekt beleuchten.

Wir Menschen sind immer auf der Suche nach Sinn. Das ist tief in uns angelegt und ist Teil unseres Wesens. Etwas Sinnvolles zu tun – oder auch nur etwas Nützliches zu machen – gibt uns Befriedigung.

Um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, müssen wir heute oft Dinge tun, die jeglicher Sinnhaftigkeit entbehren. Wir arbeiten dann nur noch für Geld. Jetzt ist es aber so, dass kein Geld der Welt irgendeinen Gegenwert für unsere kostbare Lebenszeit darstellt. Es gibt so viel Geld auf der Welt, dass es eigentlich schon wieder wertlos ist. Wie können Einzelpersonen mehr Geld besitzen als ganze Staaten? Das ist völlig absurd. Genauso absurd sind die enormen Verschuldungen der Staaten. Das alles ist nicht sinnhaft.

Oder auch die überbordende Bürokratie. Wenn Ärzte die Hälfe ihrer Arbeitszeit mit dem Ausfüllen von Formularen verbringen müssen, was ist daran sinnvoll?

Da sitzen kluge Menschen in Büros und denken sich doofe Werbesprüche aus, damit wir etwas kaufen, was wir nicht brauchen, was niemand braucht.

Da werden uns vielerlei Cremes und Tinkturen angeboten, damit wir nicht so alt aussehen, wie wir wirklich sind. Auch das ist völlig sinnfrei. Unsere Erfahrungen machen uns reich, aber sie hinterlassen auch Spuren auf unserer Haut. Anstatt diese Spuren wie ein Zeichen von Reichtum – Lebensreichtum – stolz zu tragen, kaschieren wir diese Spuren, als seien uns unsere Erfahrungen peinlich. Und am Ende ist das ein völlig sinnloses Unterfangen. Irgendwann wird unser wahres Alter sichtbar werden.

Das Ganze hält dieses System in Gang und uns alle gut beschäftigt, aber mehr und mehr Menschen sehen darin nicht mehr einen Sinn. Darum nehmen die psychischen Erkrankungen so zu, darum kommt es zum „Burnout“. Es ist nicht allein der zunehmende Stress in der Arbeitswelt. Ich glaube, dass früher arbeiten viel fordernder war als heute. Es war körperlich bestimmt anstrengender – ohne die vielen technischen Hilfsmittel – die es heute gibt. Es ist aber etwas anderes, mit einer Axt in den Wald zu gehen und am Tag vielleicht 10 Bäume zu fällen, als in einer Maschine zu sitzen und in einem Tag einen ganzen Wald zu roden. Das Erste ist anstrengender, aber befriedigend, das Zweite ist weniger anstrengend, bleibt aber unbefriedigend.

Wie schön wäre es, wenn all die Menschen, die ihre Zeit damit verbringen, andere zu kontrollieren, ihre Energie für die Suche nach Lösungen verwenden würden? Es  wäre besser für uns alle. Wie wäre es, wenn diejenigen, die mit allen Tricks versuchen, uns etwas anzudrehen, ihre Energie in die Entwicklung von wirklich Nützlichem stecken würden?

Wir Menschen sind hier auf der Erde, um nach dem Sinn zu suchen: Dem Sinn der gigantischen Schöpfung, dem Sinn des Lebens allgemein und auch nach dem Sinn unseres eigenen Lebens. Wenn wir damit beginnen, nehmen wir dem Hass die Energie, aus der er sich speist. Denn Hass ist wirklich sinnlos, denn Hass ist destruktiv und steht damit im Widerspruch zur Schöpfungsgedanken.

Ich wünsche uns allen ein möglichst sinnvolles Leben!

 

Woher kommt der Hass?

Viele Menschen sind fassungslos, wenn sie die Kommentare z.B. unter Artikeln lesen. Es erschreckt, wenn Menschen voller Hass durch die Straßen laufen. Es gibt Seiten im Internet, die man sich einfach nicht ansehen kann…Aber natürlich werden diese Seiten auch angesehen und toll gefunden, obwohl da von der Würde des Menschen nichts mehr übrig bleibt. Warum ist das so? Woher kommt der Hass?

Wir bekommen jeden Tag neue Energie, die wir zum Leben brauchen. Im Schlaf wird unser System gereinigt, erfrischt und neu energetisiert. Diese Energie ist für verschiedene Dinge gedacht: Einen Teil brauchen wir für unser ganz alltägliches Leben. Wir bekommen damit die Energie um aufzustehen, zur Arbeit zu gehen, den Haushalt zu führen, soziale Beziehungen einzugehen und zu führen…Anders ausgedrückt, das ist die Energie, die uns hilft, hier auf der Erde zurecht zu kommen. Es ist die Energie, mit dem wir unser Leben managen.

Ein Teil Energie ist zu unserem Vergnügen da und für unsere Stabilität: Wir nutzen sie für Spiel, Sport, Entspannung. Aber auch zum Loswerden all der Dinge, die wir nicht in unserem Leben gebrauchen können oder einfach loswerden wollen… Das ist die Energie, die wir brauchen, um nicht zu viel Ballast mit uns herum zu tragen. Es ist die Energie, die Ordnung in unser Leben bringt.

Dann gibt es noch einen Teil, der uns zur Verfügung gestellt wird, um uns weiter zu entwickeln, um neue Verbindungen aufzunehmen, um unseren Charakter zu bilden und zu stärken, Werte zu erkennen und zu leben…Mit anderen Worten, das ist die Energie, die uns zur Verfügung gestellt wird, um aus unserem Leben eine außergewöhnliche, einmalige Erfahrung zu machen.

Dieser Teil wird von vielen Menschen nicht genutzt. Sie sind froh, irgendwie durchs Leben zu kommen. Damit ist die Energie aber nicht weg, sondern verstärkt die beiden anderen Teile, mit dem Ergebnis, das unser Leben aus der Balance gerät. Diese Energie richtet sich dann gegen uns selbst – Depression, oder gegen andere – Aggression. Ein sehr klares Beispiel dafür sind Sportereignisse. Anstatt das Ganze leicht und spielerisch zu nehmen, übernimmt eine „fremde“ Energie das Ereignis und die Dinge eskalieren und laufen völlig aus dem Ruder. Wegen einer „Nichtigkeit“, die ein Fußballspiel im Angesichts des Universums nun mal ist, nimmt man Verletzungen des „Gegners“ einfach in Kauf.

Hass ist also nichts anderes als fehlgeleitete Energie, denn es gibt keinen (objektiven) Grund zu hassen. Wir alle haben ein Leben geschenkt bekommen, mit allen Möglichkeiten, Herausforderungen und Chancen, hier auf einen Planeten voller Wunder. Wir machen immer die Erfahrung, die wir gerade brauchen, um zu wachsen. Die Reaktion darauf ist unsere eigene Wahl.

Die Frage bleibt, können wir etwas tun gegen den Hass in der Welt? Für mich ist die Antwort: Ja, denn wir können unsere eigenen Energie so sinnvoll gebrauchen, dass wir gar nicht erst in den Strudel der niedrigen, zerstörerischen, destruktiven Energien geraten. Wir sind nicht gezwungen oder verpflichtet, uns in die Niederungen menschlichen Lebens zu begeben. Wir können es einfach anders machen. Ein Leben voller Dankbarkeit führen. Nach dem Guten in anderen suchen und das bestärken. Nichts von anderen fordern, sondern das Gute in anderen bestätigen…

Vielleicht können wir dadurch ein Licht in einer Welt voller Dunkelheit werden. Fiat Lux: Es werde Licht!