Es gibt auf dieser Erde so viele Dinge – unzählige Dinge – das wir nicht alles kennen können. Es übersteigt unsere (menschliche) Kapazität. Aber es wird noch „schlimmer“: All diese vielfältigen Dingen sind nicht gleich.
Versuchen Sie mal am Strand unter den Millionen von Muscheln zwei zu finden, die genau gleich sind: In Form, Farbe, Struktur, Größe, Zeichnung… Sie werden kein Glück haben.
Es ist ja bekannt, dass von all den Billionen von Schneeflocken, die vom Himmel fallen, keine einzige so aussieht wie eine andere. Jede Giraffe hat ihre einmalige Fellzeichnung. Kein Baum wächst wie ein anderer. Und wenn wir meinen, dass ein Ei aussieht wie das andere, haben wir nicht gründlich genug hingesehen. Es ist eine nicht endende Liste.
Was sich daraus ergibt ist, dass – zumindest hier auf der Erde – Vielfalt gewollt und gewünscht ist. Manche Menschen scheinen damit Schwierigkeiten zu haben. Sie hätten gerne eine bestimmte, selbst definierte Norm und betrachten andere als minderwertig, nicht gleichberechtigt oder sogar als nicht menschlich.
Dabei zeigt sich schon in unserem individuellen Fingerabdruck, das Individualität nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist.
Deshalb ist Freiheit so wichtig für uns Menschen. Wir sind hier, um unseren eigenen Weg zu finden. Das bedeutet nicht, egoistisch zu sein oder zu werden – ganz im Gegenteil. Wir können unseren eigenen Weg nur finden, wenn wir anderen auch das Recht auf ihren individuellen Weg erlauben. Das bedeutet dann rücksichtsvoll und respektvoll anderen gegenüber zu sein. Denn den Weg des Tyrannen sind schon viele vor uns gegangen, mit zweifelhaften Ergebnissen.
Freuen wir uns über die Mannigfaltigkeit der Dinge, die Vielfalt der möglichen Optionen, seien wir dankbar, dass es Menschen gibt, die durch ihre Andersartigkeit unser Leben bereichern und betrachten von Zeit zu Zeit unseren eigenen Fingerabdruck, der uns sagt, dass auch wir einmalig sind.