Um was geht es?

Da gab es Anfang der Woche in Chemnitz eine Demonstration unter dem Titel: „Wir sind mehr„. Ich unterstütze das Anliegen: Gegen den Hass. Aber frage mich gleichzeitig, wie kam dieser bescheuerte Titel zustande? Ein Titel der spaltet, anstatt das Gemeinsame zu betonen.

Es kann niemals um Mehrheiten gehen, denn dann gibt es keinen Fortschritt. Es geht um Wahrheiten und Gerechtigkeit. Adolf Hitler wurde mit großer Mehrheit gewählt*, Putin und Erdogan und viele andere Tyrannen auch. Es kann auch nicht darum gehen, wer stärker ist, sondern es muss darum gehen, was menschlicher und was zukunftweisend ist. Was steht im Einklang mit dem Universum?

Menschenverachtung ist nicht in Einklang mit dem Universum, welches uns beschützt und umsorgt. Wir können hier den größten Unfug veranstalten, das Universum bleibt stabil. Die Erde dreht sich weiter, die Sonne wird uns noch sehr lange mit Energie versorgen…

Wir leben hier auf einem Planeten, der auf den ersten Blick hin voller Gegensätze ist: Tag und Nacht, heiß und kalt, Licht und Dunkel, werden und sterben, Liebe und Hass… Es ist eine sehr lange Liste von Gegensätzen, die man finden kann.

Aber für diesen Planet sind das keine Gegensätze. Alles ist Teil eines harmonischen Prozesses, der dem Leben dient. Es gäbe kein Leben auf dieser Erde, wenn es immer nur Tag oder immer nur Nacht sein würde.

Die großen Veränderungen der heutigen Zeit können beängstigend sein. Die Zukunft wird anders sein als die Vergangenheit. Vieles was heute funktioniert, wird es morgen vielleicht nicht mehr tun. Wir haben keine Ahnung, was alles auf uns zukommt. Wenn wir das zugeben, haben wir schon den ersten Schritt getan. Wenn wir behaupten, wir wüssten genau, was zu tun ist und was richtig ist, verbauen wir uns den Weg.

Es geht also nicht ums „Recht haben„,  sondern ums Suchen, ums Einstimmen auf Neues. Das ist ein individueller Prozess und geschieht nicht im Kampf gegen andere.

*Da habe ich mich geirrt! Hitler kam nicht durch freie Wahlen an die Macht. Dadurch ändert sich jedoch nicht, was ich in diesem Blog sagen möchte. Trotzdem bitte ich mein Versehen zu entschuldigen. Ich distanziere mich ausdrücklich von „Fake News“, auch von meinen eigenen.

 

 

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