Müssen, Dürfen oder Wollen?

Da ist ein kleines Wort in der deutschen Sprache, welches eine Menge Stress hervorruft. Nein, ich meine nicht Politiker, Flüchtlinge, AFD, Harz 4, Klimawandel, Trump…

Ich meine das Wort „müssen“. Es wird ständig gebraucht und wir denken auch oft in dieser Kategorie. Es ist mit die größte Überredung, konform zu sein und nicht nach unserer eigenen Genialität zu suchen.

Dabei müssen wir in Wahrheit sehr wenig. Wir müssen alle sterben, wir müssen Wasser und Nahrung zu uns nehmen. Damit hört unser „Müssen“ schon fast auf. Selbst Atmen müssen wir nicht, dass geschieht, wie so vieles, was uns am Leben hält, automatisch.

Was macht dann dieses Wort müssen mit uns? Wir verlieren das Gefühl für uns selbst und für das enorme Geschenk Leben. Leben heißt nämlich nicht müssen, sondern dürfen. Leben ist eine ungeheure Erlaubnis: zu tun, zu schaffen, zu gestalten, zu lernen und zu lieben. Und da ist dann noch Platz für das, was wir wollen. Wir müssen unsere Wohnung nicht putzen, sondern wir wollen sie putzen, weil das so unserem Standard entspricht.

Wie können wir uns entfalten und zu unserer wahren Größe wachsen, wenn wir ständig denken, wir müssen? Wer oder was uns geschaffen hat, wollte Freiwillige, keine Sklaven. Sonst hätte er uns als Roboter kreiert, und nicht so individuell, wie wir nun mal sind. Darum hat er uns auch kein „Handbuch des Menschseins“  mitgegeben, nur ein tiefes Gefühl für das, was richtig und falsch ist.

Wir können dieses Gefühl für richtig und falsch im Dschungel von Gesetzen, Verordnungen und Paragraphen verlieren. Zumal vieles davon nichts mit richtig oder falsch zu tun hat, sondern einzig und allein der Aufrechterhaltung des Status Quo, also des Systems, wie es heute besteht, dient.

Es gibt natürlich Dinge, die besser getan werden sollten. Die machen uns viel mehr Freude, wenn wir sie mit der Einstellung „ich darf“ oder „ich will“ angehen, als mit dem Gefühl „ich muss„. Seinen Sie auf der Hut, wenn jemand sagt, wir müssen das jetzt machen oder Sie müssen etwas auf eine bestimmte Art und Weise machen. Er versucht Sie zu manipulieren, bewusst oder unbewusst.

Wir wären nicht da, wo wir jetzt sind, ohne die „Querdenker“, die Revolutionäre, die von den „normalen“ Wegen abgewichen sind. Sie hatten oft mit viel Widerstand zu kämpfen. Heute reden wir von ihnen als Genies. Wann wollen Sie ihr Genie zur Entfaltung bringen? (Denn in jedem von uns schlummert Genialität) Es beginnt damit, sich von den Zwängen, Bildern und Normen, die andere und die Gesellschaft für uns vorgesehen haben, zu befreien und zu sehen, dass jeder Mensch einzigartig und einmalig ist, und das wir tuen und machen dürfen.

 

Hinterlasse einen Kommentar