Wir leben in wissenschaftsgläubigen Zeiten. Und die Wissenschaft stellt etwas fest, z. B. das ein bestimmter Wirkstoff erst ab einer gewissen Konzentration schädlich ist, das Handystrahlen unschädlich sind usw…
Was die Wissenschaft nicht in Betracht zieht ist, dass alle Menschen unterschiedlich sind. Den „Normmenschen“ gibt es nun mal nicht. Was auch vergessen wird ist, dass wir Menschen die sensibelsten, feinfühligsten Geschöpfe auf der Erde sind.
Es mag uns nicht so erscheinen, weil wir trainiert worden sind, unsensible zu sein. Ansonsten könnten wir gar nicht in dieser hochtechnisierten Welt voller Lärm, Gestank und Stress überleben. Das ist es, was uns in der Schule beigebracht wird, neben durch aus sinnvollen Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben. Die Kinder, die das nicht aushalten, erklären wir für krank oder unfähig.
Unser Lebenssinn liegt jedoch in unserer Sensibilität, nicht in unserer Intelligenz. Da sind wir ja offensichtlich jedem Computer unterlegen. Unsere Fähigkeit liegt im Erkennen der Schönheit, die dem Ganzen innewohnt, und in der Verstärkung dieser Schönheit durch ihre bewusste Anerkennung. Hier kommt dann Kunst ins Spiel, aber auch Dankbarkeit für unsere Fähigkeit, zu erkennen und anzuerkennen.
Vielleicht ist Glyphosat nicht krebserregend, aber ein totes Feld ist es, nicht für unseren Körper, aber für unsere Seele. Wir brauchen die Vielfalt des Lebens um uns herum und in uns. Ich brauche den Ruf des Kuckucks um glücklich zu sein. Wiesen voller Leben und Farbe, in denen es summt und brummt. Was brauchen Sie?