Dieser Planet, auf dem wir leben, ist so ungefähr 4,6 Milliarden Jahre alt, in einem Universum, welches unserer Berechnung nach ca. 13,7 Milliarden Jahre alt ist. (Das ist zurück gerechnet bis zum Urknall – Was war vorher? ) Uns Menschen gibt es – soweit wir es wissen – gerade erst mal 7 Millionen Jahre lang. Wir sind damit die absoluten Neuankömmlinge hier. Das scheint uns jedoch scheinbar weitgehend egal zu sein.
Zugegeben, wir Menschen sind die Cleversten hier, wir haben Techniken entwickelt, die nicht nur diesen Planeten verändern, sondern sogar zerstören können. Wir haben viele, viele Arten schon ausgerottet und tuen es weiterhin… So wir sind ganz schön schlau, aber weise sind wir offensichtlich nicht. Wir werden – wenn wir so weiter machen – unseren Nachfahren einen geplünderten, vergifteten, in großen Teilen unbewohnbaren Planeten hinterlassen.
Was uns fehlt, ist der Respekt für diesen Planeten und was er in jedem Augenblick für uns tut. Es ist unser Heimatplanet, und er ist völlig alternativlos für uns. Wir sind hier, um Zeugen zu sein, Zeugen der unzähligen Wunder, die jeden Augenblick um uns herum geschehen. Nur wir Menschen sind in der Lage, sich dieser Wunder bewusst zu sein. Dafür müssen wir jedoch die Filter von: „Wie kann ich davon profitieren?“ „Wie kann ich das am Besten vermarkten?“ „Was bringt mir das?“ usw. ablegen, und die Dinge so sehen wie sie wirklich sind. Als kleines Beispiel: Ein Baum z.B. ist ein Lebensraum für Tausende von anderen Lebenswesen, er hat einen Charakter, er lebt viel länger als wir – wenn wir ihn lassen – und er ist während seiner gesamten Lebenszeit im Dienst für andere Lebenswesen, er sorgt für Sauerstoff, spendet Schatten, Trost und Schutz; und vielleicht tut er noch viel mehr, von dem wir keine Ahnung haben. Und wir sägen ihn dann in 5 Minuten um, weil er vielleicht im nächsten Sturm umfallen könnte.
Das heißt nicht, dass wir Dinge nicht nutzen dürfen. Es liegt in der Art und Weise, wie wir das machen, mit oder ohne Respekt, mit Finesse oder grob und brutal. Die Idee von „Zeit ist Geld“ führt uns dabei völlig in die falsche Richtung, denn Zeit ist unbezahlbar. Wenn wir hetzen, verlieren wir uns selbst, wir fühlen uns nicht mehr und nicht das, was wir bewirken. Wenn wir sie mit Qualität füllen, dehnt sie sich aus oder bleibt sogar stehen.
Wertvoll ist, was wir nicht vermarkten können und auch erst gar nicht vermarkten wollen, weil es uns tief im Inneren berührt hat, und wir genau wissen, dass kein Geld der Welt es aufwiegen kann.
